


Psychologische Debriefing ist ein professionelles Entlastungsgespräch, das der nachträglichen Verarbeitung extremer Einsatzerlebnisse dient.
Unter fachkundiger Anleitung erhalten Teilnehmer Gelegenheit, aus sicherem Abstand auf extreme Erlebnisse während ihres Einsatzes zurückzublicken. Dabei können sie ihre Gefühle und Gedanken, die in Zusammenhang mit einem Einsatzerlebnis stehen ausdrücken und sortieren.
Nein. Allerdings wird im psychologischen Debriefing darüber informiert, unter welchen Umständen eine weitergehende Therapie zur Verarbeitung extremer Einsatzerlebnisse indiziert ist.
Psychologisches Debriefing ist immer dann sinnvoll, wenn Menschen von Einsätzen zurückkehren in denen sie entweder mit extremen äußeren Ereignissen konfrontiert wurden wie zum Beispiel Gewalt oder Unfälle oder wenn der Einsatz selbst unter extremen Bedingungen stattgefunden hat wie zum Beispiel fehlende Regenerationsmöglichkeiten oder Fremdsein. Bei solchen Einsätzen, kommen Menschen leicht in Situationen, in denen sie einen Teil ihrer Gefühle und Gedanken "unterdrücken", um handlungsfähig zu bleiben. Diese müssen später gewürdigt werden, damit sie in das eigene Selbstbild und die Weltsicht integriert werden können.
Der Debriefer macht seinen Auftrag und seine Rolle und seine Beziehung zum Auftraggeber transparent. Die Inhalte des Gespräches werden vertraulich behandelt. Das Debriefing bietet somit einen Schutzraum, in welchem alles gedacht, gesagt und ausgedrückt werden darf.
